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Kolumne vom 30.09.2018: 35. Internationales Airportrace - Rückblick auf ein Zwischenjubiläum in 800 Bildern

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Info Kalender1 Veranstaltungen 825 Bild(er)

Eigentlich war das 35. Airportrace am 16. September noch gar nicht das (Zwischen-)Jubiläum gewesen - denn 2001 war das 18. Airportrace wenige Tage nach "9/11" abgesagt worden. Die Zählung ging 2002 trotzdem mit Nummer 19 weiter, und so war es der 34. tatsächlich ausgetragene Lauf. Was aber allenfalls eine lokalsporthistorische Randnotiz darstellt. - "Historisch" ist das Airportrace so oder so, jedenfalls gehört es im Rahmen der etwa 50 Jahre langen Hamburger Volkslaufgeschichte zu den "Oldies": die Erstauflage fand 1984 statt, noch zwei Jahre bevor mit dem "großen" (heute haspa-) Marathon der Laufsport in die Hamburger Innenstadt einzog.
800 Bilder von Starts 10 Meilen und 5 km, vorderen Zieleinläufen und Siegerehrungen
Von der ersten Stunde an als Initiatoren dabei: Ralf Behrens (SV Lufthansa) und Bernd "Orlo" Orlowski" (Philips LG), der gerade eine Woche zuvor nach 40 Jahren sein Amt als Leichtathletik- Spartenleiter im Hamburger Betriebssport an Birger Schröder abgegeben hatte. Natürlich ein Thema während der Siegerehrungen auf der Bühne (s. Fotogalerie). Und auch schon zum 19. (bzw. 18.) Mal ist das Airport Race Wertungslauf des hella Laufcups. Etwas Ermüdung macht sich seit 2014 bei den Teilnehmerzahlen bemerkbar und hält an - dieses Jahr kamen erstmals seit 1999 weniger als 1700 Teilnehmer ins Ziel. Durch die zusätzlichen 238 Teilnehmer am neuen 5 km Lauf zeigte die Statistik trotzdem wieder leicht nach oben. Und durch das gute Wetter und die Festwiesenstimmung auf dem Lufthansa- Sportplatz "stimmte" es auch subjektiv.

Der sportliche Teil: bei zurückgekehrtem Sommerwetter gab es den (traditionell spät um 11:00 angesetzten) Startschuss auf dem Sportplatz des Lufthansa SV. An der Startpistole: Christoph Holstein, Staatsrat der Behörde für Inneres und Sport, Bereich Sport, der den Startschuss "mit links" erledigte, erstens dank reichlich Übung und zweitens, da er seine rechte Hand dick verbunden hatte ("beim Kitesurfen auf eine Austernbank gefallen") - daher entfiel für ihn auch das Selbst- Mitlaufen. Nicht so für Antonio Schulthess, Vorstand Human Resources & Technical Services der Lufthansa Technik AG, der sozusagen im Heimrevier startete. Nachgemeldet: Jon- Paul Hendriksen (Laufwerk Hamburg), ehemaliger Hamburger Marathonmeister, Airportrace- Sieger 2011 und 2014 und nach wie vor gut im Geschäft (geplante Zielzeit: 55 Minuten). Hailezgi Meresie (fit4run), erst eine Woche zuvor beim Alsterlauf Hamburger Meister im 10 km Straßenlauf geworden, trat beim hella Laufcup an. Ebenfalls im Favoritenkreis: Jack Okell (hamburg running e.V., geplante Zielzeit: 53 Minuten) und Luigi Babusci (BSG Siemens). Die alten Streckenrekorde (Barry Walters 1985, 47:32 bei einer Streckenlänge von damals 15 km, und David Walters, 1986, 49:11, 10 Meilen) schienen aber nicht in Gefahr. - Bei den Frauen deutliche Favoritin: Michaela Sarman- Lein.
Mit einer Staubwolke setzte sich das Starterfeld in Bewegung. Eine Neuerung: dieses Mal gab es gleich drei Start/Zielbögen – unter Nummer zwei versammelten sich kurz darauf die ca. 300 Teilnehmer des erstmalig ausgetragenen 5 km- Laufs. Auch hier Hamburger Prominenz: Farid Müller, Hamburger Bürgerschaftsabgeordneter und ehemaliger Vizepräsident der Bürgerschaft.
Zwischendrin machte unter den wartenden Zuschauern die Meldung über den Marathon- Weltrekord in Berlin die Runde. - Am Flughafen gab es erwartungsgemäß keinen Rekord – das wäre auch ohne den etwas auffrischenden (und bremsenden) Wind nicht anders gewesen: als die Zieluhr 49:11 Minuten zeigte, war im Zielkanal noch gar nichts zu sehen. Erst fünf Minuten später kamen Führungsfahrrad und ein Läufer in Sicht. Grünes Trikot – also Hailezgie Meresie (HNT)! Mit 54:29 gewann er geradezu locker – Jack Okell hatte überraschend deutlich 1 1/2 Minuten Rückstand. Dahinter: Hendriksen ("JPH") mit seiner traditionellen „Tragflächengeste“ bei der "Landung" im Zielkanal. Ein internationales Trio auf den Plätzen: Eritrea, Großbritannien, Neuseeland – das passte zum "Internationalen Airportrace". Die erste Frau wie erwartet: Sarman- Lein. Ihre Zeit von 1:00:35 überraschte aber doch - es war die viertschnellste Siegerinnenzeit seit der Einführung der 10 Meilen- Strecke 1986. Mitfavorit Babusci war falsch abgebogen, nach seiner Schätzung wohl einen halben Kilometer zuviel gelaufen und landete auf Rang 7.
Premierensieger des 5 km Laufs: Lisa Hausdorf, AG Hamburg West, 0:19:43 und Alex Kalnov, ASV Eintracht Hamburg, 0:17:24.

10 Meilen Gesamtwertung
Frauen
1. Michaela Sarman- Lein, Hamburg, 1:00:35
2. Nina Rosenbladt, Laufwerk Hamburg, 1:07:53
3. Lara Hülsebusch, Hamburg, 1:09:01
Männer
1. Hailezgi Meresie (ERI), fit4run Süderelbe, 0:54:29
2. Jack Okell (GBR), hamburg running, 0:55:56
3. Jon-Paul Hendriksen (NZL), Laufwerk Hamburg/BSV HH, 0:56:04

10 Meilen Betriebssport- Wertung
Männer
1. Jon-Paul Hendriksen (NZL), Laufwerk Hamburg/BSV HH, 0:56:042
2. Luigi Babusci (ITA), BSG Siemens Hamburg, 0:58:46
3. Jose Carlos Poyatos- Castillo, Airbus SG HH, 0:59:49

Frauen
1. Nina Rosenbladt, Laufwerk Hamburg, 1:07:53
2. Dortje Kaßen, Hamburger Laufladen, 1:12:43
3. Katharina Voß, BSG Asklepios Hamburg, 1:13:17

Zwischenstand hella Laufcup
Was sich vor einer Woche beim Alsterlauf schon angedeutet hatte, bestätigte sich beim Airport Race: Michaela Sarman- Lein blieb deutlich in Führung - mit mehr als 16(!) Minuten vor Cecile van der Bent. Hailezgi Meresie hatte mit vier Minuten vor Jannik Mitja Sielmann nicht ganz so bequemen Abstand.

Frauen
1. Michaela Sarman- Lein, Hamburg, 1:37:04
2. Cecile van der Bent (NED), TTS Tri Team Hamburg, 1:53:27
3. Dortje Kaßen, Hamburger Laufladen, 1:55:47

Männer
1. Hailezgi Meresie (ERI), fit4run Süderelbe, 1:26:12
2. Jannik Mitja Sielmann, Hamburg, 1:30:29
3. Adam Pardoux (FRA), Hamburg, 0:58:26

5 km
Frauen
1. Lisa Hausdorf, AG Hamburg West, 0:19:43
2. Natalia Regulska (POL), ASICS FrontRunner Poland, 0:23:56
3. Carolin Müller, Hamburg, 0:24:04

Männer
1. Alex Kalnov, ASV Eintracht Hamburg, 0:17:24
2. Toni Röwer, FHSG Stralsund, 0:18:25
3. Nicholas Bauer, Open Air Fitness Kaltenkirchen, 0:18:33

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