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Kolumne vom 09.09.2013: 24. Alsterlauf: Entscheidung auf der Zielgeraden – statt Streckenrekord kleine Höhepunkte

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Info Kalender1 Veranstaltungen 826 Bild(er)

Entscheidung auf der Zielgerade Ballindamm, Anna Hahner ist wieder im Geschäft, Finisherzahl mit 4530 (ohne Schülerlauf) leicht über Vorjahresniveau (und die beste Zahl seit 2007), Hamburger M60-Seniorenrekord bestätigt: Der Alsterlauf bot zu seiner 24. Auflage nicht den ganz großen Kracher, aber diverse kleine Höhepunkte, die zum Teil erst im nachhinein sichtbar werden.
820 Bilder vom Start, Zieleinläufen bis 44:03 und Siegerehrungen

Dass es mit dem angepeilten Streckenrekord durch Vorjahressieger Richard Kiprop Mengich (KEN) schwierig werden könnte, ahnte man schon eine Stunde vor dem Start. Der Wind war selbst in der geschützten Mönckebergstraße spürbar. Da geriet das aufblasbare Starttor beim Aufbauen glatt aus der Form. Davon abgesehen, war das Wetter günstig: die Sonne kam gerade so weit durch, um die spätsommerliche Laune bei den Zuschauern zu befördern, ohne den Läufern einzuheizen, und Niederschlag gab es erst eine Viertelstunde nach dem Ende der Siegerehrung.
Gemeldet waren etwa 5700 plus Nachmelder, die Ergebnisliste vermerkte danach 2892 Männer und 1638 Frauen (zusammen 4530), im Ziel also 34 % Frauen (37 % laut Voranmeldestand - sind also mehr Frauen als Männer abgesprungen?), die wie mittlerweile üblich, auf die zwei Startkorridore Mönckebergstraße und Steinstraße verteilt wurden. In der Mönckebergstraße stehen Eliteläufer ([1][2]), Moderator Karsten Schölermann vom Veranstalter BMS und sein diesjähriger "Sidekick", Hindernisläuferin Jana Sussmann ([1][2][3]), die den Startschuss gab. Unter den Eliteläuferinnen: Anna Hahner (run2sky.com), die nach mehrmonatiger Verletzungspause ihr Comeback beim Alsterlauf angesagt hatte (Ziel: 34er Zeit). Die populäre Langstrecklerin gehört mit Zwillingsschwester Lisa (am Sonntag nur als Zuschauerin dabei) zur deutschen Langstreckenspitze – beide hatten mit 2:30er Zeiten nur knapp die Marathon-Olympia-Quali verpasst, Lisa im April in Hamburg. Unter den Hamburgern war das Feld an der Spitze ein wenig dünner – die Hamburger Meisterschaften fehlten. Dennoch dabei: Mourad Bekakcha (HSV), der aber schon im Vorfeld meinte, es könne schwierig werden, weil er keine für ihn passende Tempogruppe ausfindig gemacht hatte.

Um 10:00 der Startschuss. Voran: Führungsmotorrad und AIMS-Streckenvermesser Wolfgang Timm mitsamt Jones-Counter-Fahrrad (zwecks doppelter Verifizierung der Streckenlänge – immerhin sind internationale Rekorde beim Alsterlauf möglich – wenn denn nach den Regularien während des Rennens nochmal nachgeprüft wird). Ein Jones-Counter ist das dafür übliche Messinstrument – im Prinzip ein simpler, aber weiterentwickelter Fahrrad- Kilometerzähler mit mehreren Auslösern an der Nabe , der im Gegensatz zu handelsüblichen Geräten mechanisch und ohne berechnete Interpolation arbeitet.
3 3/4 Minuten lang dauerte es auf der Mönckebergstraße, bis der letzte durch war. Da war die Führungsgruppe schon hinter dem ersten Kilometer. Die Gruppe würde auch lange zusammenbleiben, denn das Rennen verlief taktisch. Der Wind, den später nach dem Zieleinlauf viele Läufer der vorderen Reihe als Bremsfaktor benannten, hätte Ausreißversuche erschwert. Was genau unterwegs passierte, ist beim Alsterlauf schwer festzustellen, sofern man nicht im Führungsfahrzeug sitzt oder selbst mitläuft – und für mitkreisende Pressehubschrauber ist die Veranstaltung eine Nummer zu klein, selbst als Nr. 3 der deutschen 10 km- Läufe. So wartete man auf der langen Zielgerade am Ballindamm (wahrscheinlich nach Hoisbüttel die zweitlängste aller Hamburger Volks/Straßenläufe) erstmal völlig ahnungslos, wer das Rennen machen würde. Erst als die Führungskolonne zur Steigung Glockengießerwall einbog, war zu erkennen, dass immer noch eine Gruppe zusammen vorne lag. Ob der Streckenrekord geknackt würde, hätte man wohl nur durch Nachrechnen herausbekommen können, aber als die Spitze vom Glockengießerwall wieder runterlief und wieder in Sicht auf den Ballindamm einbog, war klar, dass es nichts werden würde – denn da zeigte die Zieluhr schon 28:19 – zu spät. Als Entschädigung gab es ein Radsport-ähnliches Finish auf der Zielgeraden: Einer sechsköpfigen Gruppe zwei Schritte voraus: der Mann mit der Startnummer 1, Vorjahressieger Richard Kiprop Mengich (KEN, hellblau). Noch 20 Sekunden bis zum Ziel - Mengich blickte sich nach hinten links nach seinen Verfolgern um. Dann nach hinten rechts. Sechs Sekunden vor Zieleinlauf grinste er, blickte sich noch zweimal um - und zwei Sekunden vor der Ziellinie war er sich seiner Sache endlich sicher, riss die Arme hoch und gewann in 28:56. Mit fünf hinter ihm im Sekundentakt einlaufenden Verfolgern. Insgesamt blieben elf Läufer unter 30 Minuten, darunter Julian Flügel (LG Telis Finanz Regensburg) als schnellster Deutscher. Der gemeldete Deutsche Meister Philipp Pflieger hatte kurzfristig wieder absagen müssen, " schweren Herzens", - von Verletzungsproblemen geplagt und um seinen geplanten Start bei der Deutschen Meisterschaft in zwei Wochen nicht zu gefährden ("Ich hasse es bereits getroffene Abmachungen wieder absagen zu müssen, aber man wird ja auch älter, vielleicht auch etwas vernünftiger und manchmal führt da leider kein Weg dran vorbei. Sorry!", schrieb er auf seiner Website…).

Schnellster Hamburger: Mourad Bekakcha (in rot) in 32:09. Er machte im Zieleinlauf ein langes Gesicht und verriet auf seiner Facebook-Seite später auch, warum: "Der 10km Alsterlauf war heute einfach durch den 'Wind'. Meine schlechteste Zeit seit 2009". Seine "32" als Startnummer war denn wohl eher ein schlechtes Vorzeichen. Nun will er sich auf den Berlin-Marathon in drei Wochen konzentrieren.
Erste Frau wie bei den Männern eine Vorjahressiegerin: Cynthia Kosgei (KEN), erst 19 Jahre alt, in 32:34, sechs Sekunden vor Margaret Waithera Maina, ebenfalls KEN - und bei der Siegerehrung mit einigen Schwierigkeiten, das Trophäen- Weißbierglas zu halten. Zum 25. Alsterlauf (Terminplanung: 7. September 2014) will sie wiederkommen.

Vollkommen zufrieden: Anna Hahner (run2sky.com). Mit einer 34:09 gelang ihr das Comeback, wenn es auch absehbar für einen Treppchenplatz in der Gesamtwertung nicht reichte. DSC_0514.JPG[Sichtbar gut gelaunt} lief sie über die Ziellinie. "Ich bin konstant so durchgelaufen, dass die Wade hält und bin zuversichtlich, dass im Herbst noch was geht". Weiteres will sie nächste Woche entscheiden, und vielleicht beim Frankfurt-Marathon Radbegleitung für ihre Zwillingsschwester Lisa machen.

Schnellste Hamburgerin: Anne Lupke, TH Eilbeck (auch bekannt als Hamburger Betriebssport-Meisterin Halbmarathon und Inhaberin des Hamburger BSV-Rekordes über 10000m). Knapp vor ihr und seit kurzem in der Hamburger Läuferszene aktiv, aber, da für SC Rönnau 74 startend und damit "de iure" nicht (Sport-)Hamburgerin: Andrea Diethers (Nr.1063) in 36:27.
Einen Rekord gab es dann doch: Joachim Krüttgen vom Hamburger Sportclub bestätigte seinen (noch nicht anerkannten) eigenen Hamburger Rekord über 10 km Straße in der Altersklasse M60 mit 36:53 (und deutlich die noch offiziell geltende Bestmarke von 1998 von Heinrich Rücker (37:11)).Vor dem Lauf war's bei ihm etwas hektisch, er war gerade noch rechtzeitig zum Start gekommen, im falschen Trikot gestartet und war hatte wohl schon vor dem Start ordentlich Adrenalin getankt. Rein inoffiziell ist er vor drei Monaten in Ratekau sogar noch ein paar Sekunden schneller bestenlistenfähige 10 km gelaufen – allerdings stockt die Verarbeitung der Hamburger Bestenlisten und die Anerkennung von Rekorden im Leichtathletikverband seit einiger Zeit.

Randnotiz: Ausgerechnet für diesen Augenblick hatte sich Prominenz angekündigt. Frühmorgens wurde Renndirektor Karsten Schölermann von der Polizei angekündigt, dass SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück um 10:40 das Thalia-Theater (fast neben dem Zieleinlauf) zu einer Matinee besuchen wolle. Der Zeitpunkt hätte nicht ungünstiger sein können. Wie es Steinbrück durch die Straßenabsperrungen hindurch geschafft hat, ist nicht bekannt - nur dass er seinen Termin erfolgreich wahrgenommen haben muss, ist einschlägigen Agenturmeldungen zu entnehmen.

Die Top-Ergebnisse:
Männer (Bruttozeiten)
1. Richard Kiprop Mengich (KEN), 28:56
2. Patrick Mugur Ereng (KEN), Mizuno, 28:57
3. Joseph Kiptum (KEN), 28:58
4. Evans Korir (KEN), 28:59
5. Teklit Tesfaghar (ERI), 29:00
6. Dickson Kosgei Kurui (KEN), Mizuno, 29:01
...
11. Julian Flügel, LG TELIS FINANZ Regensburg, 29:53 (schnellster Deutscher)
...
17. Mourad Bekakcha, Hamburger SV, 32:09 (schnellster Hamburger)

Frauen (Bruttozeiten)
1. Cynthia Kosgei (KEN), 32:34
2. Margaret Waithera Maina (KEN), 32:40
3. Alice Jepkemboi Kibor (KEN), 33:09
4. Nazret Weldu (ERI), 33:26
5. Chelangat Sang (KEN), Mizuno, 33:28
6. Anna Hahner, RUN2SKY.com, 34:08 (schnellste Deutsche)
...
9. Anne Lupke, Turnerbund Hamburg (TH) Eilbeck, 36:44 (schnellste Hamburgerin)

Mannschaften Männer
1. PSV Grün-Weiß Kassel (Ybekal Daniel Berye (ERI), Jens Nerkamp, Christoph Günther) 1:37:32
2. Hamburger SV (Mourad Bekakcha, Joris Brandt, Philipp Sprotte) 1:38:40 Std.
3. Turnerbund Hamburg Eilbeck (Thorben Hiekmann, Frank Klimek, Thomas Ebel) 1:44:34

Mannschaften Frauen
1. Turnerbund Hamburg Eilbeck (Anne Lupke, Jutta Glöde, Daniela Mölleken) 1:59:19
2. Hamburger Laufladen (Jana Baum, Anneke Schuchardt, Katherine Sell (USA)) 2:05:05
3. Laufwerk Hamburg/BSV HH (Nadja Freiburg, Frauke Jalaß, Ilka Tempel) 2:10:36

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