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Kolumne vom 04.02.2011: 100 Jahre Hamburger Leichtathletikverband: Alle auf Linie beim Verbandstag

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Am Sonnabend eröffnete der Hamburger Leichtathletikverband sein Jubiläumsjahr mit einem Verbandstag, dem Anlass entsprechend wortwörtlich im "großen Rahmen", in der Leichtatletikhalle Alsterdorf. "Feierliches und Unfeierliches" kündigte HLV- Präsident Wolfgang Müller-Kallweit an.
Feierlich war, dass der DLV-Generalsekretär Frank Hensel, Sportstaatsrat Rolf Reincke, DLV-Vizepräsident Matthias Reick und HSB-Präsident Günter Ploß und weitere Ehrengäste der Einladung gefolgt waren.
Traurig war, dass mit Artur Heß (Wedeler TSV) und Bernd Looft (TSG Bergedorf) innerhalb von nur 5 Tagen zwei Engagierte der Hamburger Leichtathletik zu betrauern waren - Bernd Looft war noch Anfang Januar Moderator/Sprecher beim Bergedorfer Crosslauf und verstarb am 13. Januar mit nur 39 Jahren. Artur Heß war 1975 Gründungsmitglied der LG Wedel-Pinneberg, Trainer und 43 Jahre lang Sportwart der LG.
Unfeierlich war, was die Redner zum Zustand der Leichtathletik zu sagen hatten. Nur den Marathon als einziges "Leuchtturm-Event" zu haben, werde dem Anspruch einer globalen Sportstadt nicht gerecht (Rolf Reincke). Die Rahmenbedingungen für die Leichathletik hätten sich deutlich verschlechtert, so Frank Hensel, der auch die Fernseh-Rechtevergabe des Welt-Leichtathletikverband für die nächste WM als Beleg für Profitdenken kritisierte, deutsche (Hamburger) Top Olympia-Leistungen sind Jahrzehnte her (Wolfgang Müller-Kallweit), aber irgendwann wolle man einmal wieder da hin mit der Leichtathletik, wo man schon einmal war - 1972 lief Jobst Hirscht (SV Polizei) Olympia-Bronze -, man sei mit der "Vision 2016" (mindestens ein Hamburger bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro) auf einem guten Weg. - Alles in allem: kein Anlass zum Eigenlob einer Sportart, die respektiert wird, aber trotzdem aus deutscher (und Hamburger) Sicht einen langen Sinkflug hinter sich hat.
Nach einem solchermaßen launischen Auftakt folgten - jetzt wieder feierlich - die Ehrungen. Unter anderem erhielt Ingo Schultz (ex TSG Bergedorf, 2002 Europameister 400m) nach seinem Karriereende 2008 den Hermann-Seiffart Gedächtnispreis und Langstreckentalent Christin Liedtke (LG Wedel Pinneberg) wurde als Jugend-Sportlerin des Jahres ausgezeichnet.

Nach zwei Stunden begann der "politische" Teil. Präsident Wolfgang Müller-Kallweit gab einen Rückblick auf zwei Jahre Präsidententätigkeit - und erfolgreich Geleistetes. Da er sich auf dem Verbandstag erneut zur Wahl stellte, blieb ein wenig Wahlkampfcharakter nicht aus. Eine Finanzkrise, die den Verband wegen Nachforderungen des Finanzamts im Zusammenhang mit dem Marathon fast die Existenz gekostet habe, sei nun überwunden: im Dezember sei die letzte Rate von 25.000 Euro überwiesen worden. Der neue Landestrainer Klaus Jacobs ist eingestellt. Ein Sichtungskonzept für Schüler umgesetzt. Die Ausstattung der Leichtathletikhalle und die Gründung einer Veranstaltungs-GmbH durchgeführt. Geplant sind für das Jubiläumsjahr eine Ausstellung "100 Jahre HLV" im Hamburger Rathaus, ein Hallen-Länderkampf am 5. März und der Köhlbrandbrücken-Lauf. Wenig wurde auf der Sollseite gemeldet. Die Kommunikation des Verbandes mit seinen Mitgliedern könnte besser sein, räumte Müller-Kallweit ein und die Sauberkeit der Leichtathletikhalle auch. Ach ja, und der Marathon macht Sorgen, "wegen des langen Winters". Auch ohne diese Andeutung kann man schon seit einiger Zeit ein größeres Problem mit sinkenden Teilnehmerzahlen erkennen. Aber: Veranstalter des Marathons ist nach wie vor die Act Agency GmbH, nicht der HLV.

Um seine Wiederwahl musste Müller-Kallweit, und mit ihm das ganze Präsidium, nicht bangen. Die mit Spannung erwartete Gegenkandidatur von Jürgen Krempin, selbst mehrere Jahre Vizepräsident des HLV, fand nicht statt. Nur wenige Tage vor dem Verbandstag hatte er seine Kandidatur zurückgezogen und stellte sich für den ohnehin freien Posten des Vizepräsidenten Leistungssport zur Verfügung. Der Polit-Profi Müller-Kallweit, nicht nur HLV- Präsident, sondern auch für die CDU in der Hamburger Bürgerschaft, hatte die Gegenkandidatur natürlich nicht einfach so ohne weiteres untätig auf sich zukommen lassen. Der Loyalität seiner Präsidiumskollegen muss er sich vorher vergewissert haben: Jürgen Krempin ließ in seiner Rede - Einleitung: "Es stand in der Presse zu lesen, dass ich als Präsident antreten werde. Deswegen eine längere Rede... " - durchblicken, dass er sich deswegen nicht mehr als Präsident zur Wahl gestellt hatte, weil mehrere Mitglieder des Präsidiums ihrerseits nur unter einem Präsidenten Müller-Kallweit weitermachen wollten.
Inhaltlich liegen die beiden ohnehin nicht weit auseinander. Breitensportler, Volksläufer und Nicht-Kaderathleten hätten in keinem Fall eine Abkehr des HLV von seiner vor ein paar Jahren eingeschlagenen Leistungssport- Linie erwarten dürfen. Krempins Kritik an der bisherigen Präsidiumsarbeit ging dahin, dass bei der Arbeit für Leistungssport Fehler und Unterlassungen begangen wurden - nicht dahin, dass die Richtung an sich falsch sei.
Substantielle Kritik wurde ansonsten nur noch von Mark Schepanski (LG HNF) geübt. Er erneuerte seine Befürchtung, dass der HLV mit seiner Veranstalter- GmbH nun den Vereinen Konkurrenz machen könnte. Allerdings: Schepanski und sein Zwillingsbruder André beenden im Sommer 2011 ihr Engagement als Veranstalter. Viel Opposition wird von ihnen daher nicht mehr zu erwarten sein.
Nicht überraschend fiel das Votum für Müller-Kallweits Wiederwahl deutlich aus - 17 Enthaltungen und 3 Gegenstimmen (bei 221 maximal möglichen Stimmen, minus Abwesende). "Natürlich nehme ich die Wahl an, sonst wäre ich ja nicht angetreten".
Eine kleine Genugtuung gab es für Jürgen Krempin dann doch noch: er bekam sein Vizepräsidentenamt ohne Gegenstimmen.

Herzlichen Glückwunsch zum 100. Geburtstag, HLV!


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